Im Ruhrgebiet der Siebziger wachsen sie auf wie Brüder. Doch
anders als den Ich-Erzähler zieht es Frank früh hinaus in die
Welt: Er will als Künstler leben, geht nach New York, malt wie
besessen, jedoch ohne Erfolg. Erst als er unheilbar krank ist, kehrt er
zurück.
Erfurt, 1965: Im «Haus der Roten Armee» lernen sich eine
Studentin aus der DDR und ein Student aus der Schweiz kennen. Beide
sind blutjung – sie 21, er 23. Sie verlieben sich ineinander und
wollen ein gemeinsames Leben, doch trennt sie der Eiserne Vorhang. Dass
er zu ihr in den Osten gehen könnte, kommt für beide nicht in
Frage, und so suchen sie verzweifelt nach einem Weg für sie in den
Westen. Als sie einsehen müssen, dass es legal nicht geht,
schmieden sie einen genialen Plan und wollen das System von der Seite
her angreifen, der es am wenigsten Aufmerksamkeit schenkt: Die DDR tut
Frankreich und Holland um 1900. Die junge Jo van Gogh-Bonger verliert
ihren geliebten Mann Theo an die Syphilis. Kurz zuvor hat sich Theos
Bruder Vincent van Gogh erschossen. Jo bleibt nichts als ein Baby und
Hunderte Bilder des noch unbekannten Malers. Sie beschliesst, Vincent
weltberühmt zu machen, und setzt damit eine gigantische
Erfolgsstory in Gang. Über hundert Jahre später stösst
die Kunsthistorikerin Gina auf Jos Geschichte. Und Jo nimmt sie mit in
eine Welt voller Menschen, die besessen sind: von der Liebe, der Kunst
und von Visionen. Ginas Vater ist Schriftsteller und versucht seit
zwanzig Jahren erfolglos, sein zweites Buch zu schreiben. An seiner
Seite wird Ginas Faszination für Jo selbst zu einem rauschhaften
Roman über eine kurze, aber folgenreiche Liebe.
«Von einer Reise aus dem mütterlichen Aargau zu seinen
väterlichen indischen Vorfahren auf Trinidad bringt Dean, in perlender Prosa, ein reicheres Selbst zurück, als es die meisten auf
der Suche in der eigenen Innerlichkeit finden.» (Andreas Isenschmid)
Der erfolgreiche, in Island lebende Bündner Schriftsteller liefert
mit «Tell» eine ganz eigene Interpretation des Schweizer
Nationalmythos. Der Held wird bei ihm zum Zauderer und Zweifler,
Gessler zu einem überforderten Landvogt, der diese Position gar
nicht haben möchte, der sich aber verführen lässt von
seinem sadistischen Handlanger Harras.
derweil rundum vom Berg Stück um
Stück zu Tale donnert. Ein Abstieg ins Dorf ist nicht mehr
möglich. Die Eingesperrten können einander nicht entkommen.
Das Eingeschlossensein ist als literarisches Motiv nicht neu. Neu ist
der Einschliesser: der Klimawandel. Der Permafrost taut, der Berg
rutscht. Und es rutscht auch das nette Bild, das die Eingeschlossenen
von sich selber machen. In Panik und Enge wachsen Arroganz, Wut und
Begierde. Zwei Tage und zwei Nächte dauert das Warten auf den
rettenden Hubschrauber. Nicht alle schaffen es auf den Flug in die
Freiheit.
Als sich Sita und Rohan das erste Mal begegnen, sind sie sich sofort
sympathisch. Die beiden stehen aber stark unter Druck: Ihre Familien,
die das Treffen arrangiert haben, erwarten, dass der Sohn bzw. die
Tochter endlich heiratet – so wie es die indische Tradition
vorsieht. Für Sita,erfolgreiche Onkologin und in der Schweiz aufgewachsen, eigentlich
undenkbar. Und doch hat sie dem Drängen nachgegeben und ist von
Zürich nach Delhi gereist, um den IT-Spezialisten Rohan
kennenzulernen. Es folgt eine opulente Hochzeit, Rohan zieht zu Sita in
die Schweiz. Dort wird schnell klar, dass es zu mehr als Freundschaft
nicht reicht. Und als Rohans gut gehütetes Geheimnis ans Licht
kommt, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ein berührender
Roman über Liebe, Normen und das Aufeinanderprallen von Tradition
und Gesellschaft.
«Es ist kein Unglück, hier geboren zu sein. Ein besonderes
Glück ist es aber auch nicht.»
Der in Paris lebende Schweizer Schriftsteller
Richard Wechsler hat die Filmregisseurin Andrea eingeladen, die
Entstehung eines neuen Romans in Bild und Ton zu dokumentieren. Die
ersten Aufnahmen in der Seine-Stadt geben aber zu wenig her, sodass die
Ich-Erzählerin Andrea in Wechslers Heimatort in der Schweiz auf
eigene Faust Recherchen anstellt und zusammen mit ihrem Filmteam auf den
Autor wartet. Wechsler kommt aber nicht; das Projekt droht zu scheitern.
Bei der Lektüre eines seiner früheren Bücher findet
Andrea einen Hinweis auf eine Jugendliebe, die noch immer in dem kleinen
Ort wohnen könnte und die sein ganzes Leben beeinflusst hat, ohne
dass jemand von ihrer Existenz wusste.
Seit 18 Jahren ist sie auf den deutschsprachigen Bühnen
unterwegs und wurde vielfach dafür ausgezeichnet.
„Ich sing Lieder und sag Sachen.“ - so lakonisch
beschreibt sie ihre Kunst. Geht das auch als Buch? Unbedingt!
Besonders, wenn man die Auswahl der Texte dem gewitzten und erfahrenen
Lektor Thomas Bodmer überlässt. Zusammen geben beide
Einblicke in die Entstehung dieses ersten Bands mit dem Untertitel
„Komische Lyrik und anderes“. Natürlich
hat Uta Köbernick auch ihre Instrumente dabei. Wär ja
schade, wenn nicht.